Sonntag, 22. Juni 2014

Rezension zu Evernight 1

Eine Liebe auf Leben und Tod“

Cover und Zitate © blanvalet
 
Titel: Evernight 1
Autor: Claudia Gray
Reihe: Evernight
Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy
Preis: 9,95€ (Taschenbuch)
Verlag: blanvalet
Erscheinungsdatum: 10. Mai 2010
ISBN-13: 978-3442375783


Inhalt

An jedem Ort wäre Bianca lieber als an diesem: Die Evernight-Akademie ist eine Eliteschule, und die anderen Schüler sind einfach zu perfekt, zu clever, zu schön, zu rücksichtslos. Bianca weiß, dass sie niemals dazugehören wird, und reißt aus. Doch sie soll nicht weit kommen. Noch auf dem Gelände der Schule läuft sie Lucas in die Arme. Der junge Mann ist ebenso ein Einzelgänger wie sie, und er ist anscheinend fest entschlossen, das auch zu bleiben. Bianca merkt sehr schnell, dass es eine besondere Verbindung zwischen ihr und Lucas gibt, eine Anziehungskraft, die jedes normale Maß übersteigt. Doch sie muss auch erkennen, dass Lucas von dunklen Geheimnissen umgeben ist. Von Geheimnissen, die alles in Frage stellen, woran Bianca jemals geglaubt hat …



Autor

Bevor Claudia Gray sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete sie als Anwältin, Journalistin und DJ. Seit ihrer Kindheit interessiert sie sich für Filmklassiker, die Stile vergangener Epochen und Architektur. Ihr dadurch erworbenes Wissen ließ sie sanft in die Welt von „Evernight“ einfließen und erschuf so eine unverwechselbare Stimmung.

Cover

Das Cover ist recht einfach gehalten. Es zeigt das Gesicht eines Mädchens auf rotem Hintergrund. Rechts neben dem Gesicht befindet sich der Autorenname und unterhalb in einer schönen, verschnörkelten Schrift der Buchname, in schwarz gehalten.
Optisch ist das Cover ein Hingucker, der zwar, wie erwähnt, recht einfach ist, aber effektiv.


Schreibstil

Claudia Grays Stil lässt sich flüssig lesen. Beschreibungen der Umgebung und Personen hält sie eher kurz, aber genau richtig um sich ein Bild zu machen. Das gesamte Buch wurde in der Ich-Perspektive aus Sicht der Protagonistin geschrieben.

Charaktere

Die beiden Hauptprotagonisten sind Bianca Olivier und Lucas Ross.

Bianca ist zu Anfang ein eher schüchternes Mädchen.
Sie identifiziert sie sich mit den Außenseitern und kann mit den Schülern, die, wie sie es ausdrückt, dazu gehören, nicht viel anfangen. Im Laufe des Geschehens macht sie eine wirklich bemerkenswerte Wandlung durch und wird selbstbewusster, was ihren Charakter gleich viel sympathischer macht.

Lucas hat eine vielfältige Persönlichkeit.
Er kann lieb und sanft sein, mit einem ausgeprägten Beschützerinstinkt, aber auch unnachgiebig und brutal. Sein Charakter macht keine starke Entwicklung durch. Das fällt aber kaum auf, da ihn so einige Geheimnisse umgeben, die aber erst zum Ende hin gelüftet werden.

Zitate

Das sind zwei Momente, die mir auf unterschiedliche Weise im Kopf geblieben sind:

Ich sollte das nicht tun.“
Das?“ Mein Herz schlug ein wenig schneller.
Lucas schüttelte den Kopf und grinste. Der dämonische Blick war zurück. „Wenn es später kompliziert wird, sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt.“ (Seite 81)

~*~*~*~*~*~*~

Vic stieß mich mit dem Ellbogen an. „Du und ich, wir sind doch aber immer noch Freunde, oder? Ihr werdet doch wohl bei der Scheidung gemeinsames Sorgerecht beantragen, was? Und großzügige Besuchsregelungen vereinbaren?“
Scheidung?“ Obwohl ich so traurig war, musste ich lachen. Nur Vic konnte die Nachwehen einer missglückten ersten Verabredung eine Scheidung nennen. (Seite 127)

Meine Meinung

Der brennende Pfeil bohrte sich in die Wand (Erster Satz)

Das Buch beginnt ruhig, auch wenn der erste Satz auf etwas Anderes schließen lässt. Trotz des wirklich guten Stils der Autorin, gelingt es ihr nicht Spannung in die erste Hälfte des Geschehens zu bringen.
Zwar bekommt man immer mal wieder den Hauch von etwas Geheimnisvollen vorgesetzt, aber das baut sich meist genau so schnell wieder ab, wie es sich aufbaut.
Die Beziehung zwischen Bianca und Lucas ist wirklich zuckersüß beschrieben, aber wirkt an manchen Stellen sehr gestellt.
Erst ab der Hälfte des Buches konnte das Geschehen mich wirklich mitreißen und ab da kam auch endlich Spannung und Tempo in die Geschichte, das baute sich dann auch bis zum Ende hin weiter auf.
Nur auf Grund der letzten 5 Kapitel werde ich dem Folgeband eine Chance geben, denn diese Kapitel machten mich dann doch neugierig auf mehr und auch nur deshalb gibt es von mir diese Bewertung.


Fazit

Der erste Band der Evernight-Reihe ist ein Buch mit einige Schwächen, das sich aber zum Ende hin steigern kann und somit Neugier auf mehr macht.
Wer also den drei Folgebänden eine Chance geben möchte, der beißt sich bestimmt gerne durch die 384 Seiten und bildet sich seine eigene Meinung.

Bewertung:



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