Sonntag, 29. Juni 2014

Rezension zu 'Evernight - Tochter der Dämmerung'

Zerrissen zwischen Liebe und Treue

Cover und Zitate © blanvalet

Titel: Evernight – Tochter der Dämmerung
Autor: Claudia Gray
Reihe: Evernight
Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy

Preis: 9,99€
Verlag: blanvalet

Erscheinungsdatum: 21.Juni 2011
ISBN-13: 978-3442377367

(Dies ist der zweite Band einer Reihe und kann deshalb Spoiler enthalten.)
 
Klappentext

Bianca liebt Lucas, auch wenn er als Jäger der eingeschworene Feind von Vampiren wie ihr war. Doch da erlebt sie mit, wie gnadenlos seine Familie auf eine Freundin von ihr Jagd macht, und ihr kommen Zweifel. Soll sie sich von ihm abwenden, wie ihre Eltern es wünschen? Jetzt muss sie sich entscheiden – zwischen ihrer Familie und der Liebe zu ihrem größten Feind.




Autor


Claudia Gray lebt in New York und hat unter anderem als Anwältin und als Journalistin gearbeitet. Ihre Begeisterung für Architektur und Geschichte ließ sie in die Welt von Evernight einfließen. Sie liebt es zu reisen, zu wandern und - natürlich - zu schreiben. 

 
Cover

Wie auch schon das Cover vom ersten Band zu Evernight, ist es eher schlicht gehalten und dem Stil seines Vorgängers treu geblieben.
Im Gegensatz zu Band 1 ist die Grundfarbe nicht rot sondern violett - meine Lieblingsfarbe ;)
Ebenfalls zu finden ist wieder das Gesicht eines Mädchens mit geschlossenen Augen. Der Buchtitel verbleit auch in dieser schönen, verschnörkelten Schrift, die mich bereits beim ersten Band begeistert hat.
Ein Hingucker ist es auf alle Fälle und stellt man beide Bände nebeneinander ins Regal, sieht das auch wirklich super aus.


Schreibstil

Der Stil ist, wie zu erwarten war, wieder gut zu lesen. Man kommt flüssig durch die Handlung und kann sich die Umgebung und Charaktere gut vorstellen.
Genau wie im ersten Band ist die Handlung aus der Sicht von Bianca geschrieben.


Charaktere

Diesmal tritt ein weiterer Charakter in der Vordergrund, deshalb fange ich mit diesem an.

Balthazar ist ein Klassenkamerad von Bianca und bereits seit dem ersten Band in sie vernarrt. Er ist ein Vampir und wirklich sehr sympathisch. Bei fast allen ist er beliebt und er scheint auch vom Aussehen her wirklich Eindruck zu schinden. Von allen beteiligten Personen im zweiten Band, ist er mir der Liebste.
Er ist nett zu allen, lässt sich nicht vom Äußeren der Leute um sich herum beeindrucken und auch nicht vom Gerede der anderen Vampire.
In seiner Vergangenheit ist etwas geschehen, dass er sich bis heute nicht verzeihen und vergessen kann. Aus diesem Grund ist er oft in sich gekehrt und man möchte ihm, als Leser, so gerne sagen, dass alles wieder gut wird.

Dann ist da natürlich Bianca. Langsam kommt sie hinter das Geheimnis ihrer Existenz und muss sich eingestehen, dass Lucas nicht Unrecht hatte, als er sagte, dass man ihr etwas Wichtiges verschweigt. Sie wird selbstbewusster und setzt somit das fort, was man bereits in Band 1 erkennen konnte. Leider ist sie nach wie vor sehr sprunghaft in dem was sie denkt und will. Das ist, für mich als Leser, wirklich anstrengend und durchaus nervig. Am Ende scheint sie endlich eine Entscheidung getroffen zu haben und ich hoffe dabei bleibt es jetzt auch.

Lucas, der Jäger, kommt diesmal nicht allzu oft vor. Bei ihm ist eine Einschätzung seines Charakters nicht sehr leicht. Wie auch Bianca, scheint er unentschlossen in dem zu sein, WAS er eigentlich will. Er ist engstirnig und glaubt noch immer das, was man ihm die ganzen Jahre beigebracht hat. Mittlerweile sollte er es besser wissen, gerade weil er sich ja auch in eine 'Vampirin' verliebt hat. Es bleibt abzuwarten, ob seine Entscheidung, in Bezug auf das Vampir-Dasein von Bianca, in den Folgebänden gleich bleibt.


Meine Meinung

Meine Hoffnung, die ich Ende des ersten Bandes hatte, wurde leider enttäuscht. Das Buch konnte mich genauso wenig überzeugen wie sein Vorgänger.
Die Charaktere sind mir nicht annähernd so sympathisch, wie sie es sein sollten und sicher auch von der Autorin beabsichtigt waren.
Das Buch ist im Allgemeinen zwar wesentlich spannender in seiner Handlung, dafür sind andere Dinge, wie die Liebesbeziehung von Bianca und Lucas, einfach nur gestellt und langweilig.
Ich hätte mir gewünscht einen guten Ausgleich zwischen diesen beiden Handlungssträngen zu lesen, doch leider gelang es der Autorin auch diesmal nicht, mich in den Bann des Buches zu ziehen.
Nachdem ich das Buch zu einem Dreiviertel durch hatte, war ich felsenfest davon überzeugt die Reihe abzubrechen...
ABER, und hier kommt etwas, das der Autorin unglaublich gut gelingt, sie schafft es auf den letzten Seiten so viele Fragen aufzuwerfen und neue Dinge einzubringen, dass man einfach wissen muss wie es weitergeht.
Ich könnte jetzt die nächsten beiden Bände überfliegen und meine Fragen somit beantworten, aber das ist einfach nicht meine Art, also werde ich – wohl oder übel – Band 3 und 4 doch noch lesen.
Meine Bewertung fällt nur deshalb zugunsten des Buches aus, weil der Schreibstil und die Idee an sich, wirklich gut sind und es diesmal relativ spannend war.


Fazit

Der enttäuschende zweite Band einer Reihe, die so viel mehr Potenzial hätte, dieses aber nicht ausschöpft. Empfehlen kann ich es nur eingeschränkt an diejenigen, die den ersten Band vielleicht doch ganz gut fanden. Allen anderen rate ich davon ab!


Bewertung:


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