Dienstag, 1. Juli 2014

Rezension zu 'Blood Magic - Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut'


Magie gibt es wirklich …“



Cover und Zitate © cbj-Verlag


Titel: Blood Magic – Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut
Autor: Tessa Gratton
Genre: Fantasy, Jugendroman
Preis: 8,99€ (TB)
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 12. August 2013
ISBN-13: 978-3570401545



Kurzbeschreibung

Es hört sich ganz einfach an: Zeichne einen Kreis ... Lege ein welkes Blatt in den Mittelpunkt ... Sprich einen Zauberspruch ... Und opfere einen Tropfen Blut ... Silla spürt, dass der Zauber richtig ist. Und richtig war in Sillas Leben nichts mehr, seit ihre Eltern einen grausamen Tod fanden. Erst das geheimnisvolle Zauberbuch, das vor ihrer Tür lag, scheint Sillas Leben wieder Sinn zu geben. Ein Buch voller Zaubersprüche, die allesamt mit dem Blut des Magiers ausgeführt werden. Als Silla tief in den Strudel ihrer eigenen berauschenden Magie gezogen wird, gibt es nur einen, der sie warnt: Nick, der Junge von nebenan, der ahnt, dass die Blutmagie dunkle, uralte Mächte heraufbeschwört und dass sie Segen sein kann – oder Fluch.




Autor


Tessa Gratton wurde in Okinawa, Japan, geboren, als ihr Vater dort im Dienst der US Navy war. Mit ihrer Familie bereiste sie die Welt und studierte dann an der Universität von Kansas. Von klein auf wollte sie eigentlich Paläontologin oder Zauberin werden. Leider hat sich herausgestellt, dass sie zu ungeduldig ist, um Dinosaurier zu jagen, aber sie sucht noch immer jemanden, der ihr das Zaubern beibringen kann. Inzwischen lebt sie in Kansas, USA, mit ihrer Katze und ihrem Hund, und erzählt Geschichten vom Zaubern.


Cover

Das Cover des Taschenbuches zeigt ein schwarzgekleidetes Mädchen, inmitten eines Friedhofs. Sie hat eine rote Rose in den Händen und auf einem Grabstein neben ihr sitzt eine Krähe.
Im unteren Bereich steht, in rot, der Buchname und daneben befindet sich ein Blutfleck. Der Autorenname befindet sich im oberen Bereich, in weiß gehalten.
Leider haben sie für das Taschenbuch ein neues Cover verwendet und ich finde, es wirkt nicht besonders ansprechend, sondern nur düster.
Das Cover der gebundenen Ausgabe wirkte geheimnisvoll. Es war schlicht und hatte Stil. Allein des Covers wegen, hätte ich das Buch näher in Augenschein genommen. 
Zum Vergleich:




Schade, dass man sich zu dem Coverwechsel entschieden hat.


Schreibstil

Anfangs war Tessa Gratton's Schreibstil ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber je mehr man in die Geschichte kam, desto flüssiger ließ er sich lesen. Die Handlung wurde lebhaft geschildert und baute dadurch auch eine tolle Spannung auf.
Ebenfalls positiv wirken sich die verschiedenen Sichtweisen auf die Lebendigkeit der Geschichte aus.
Man erlebt das Geschehen abwechselnd aus der Sicht von Nicholas oder Silla. Außerdem beschreibt eine weitere Sichtweise die Vergangenheit von Josephine, in Form eines Tagebuchs und einige Passagen sind in Briefform von Silla's Vater.
All diese Wechsel gestalten sich aber recht harmonisch und wirken eher aufregend, als verwirrend.


Charaktere

Eine der Hauptprotagonisten ist Silla. Eigentlich ist ihr Name Drusilla. Früher war sie ein ganz normaler, aufgeweckter Teenager mit einer tiefen Liebe zum Theater, doch nach einem schrecklichen Vorfall, verändert sich alles und das einzige was ihr blieb, sind ihr Bruder Reese und ihre Grandma Judy.
Sie ist in sich gekehrt, versteckt ihre wahren Gefühle hinter einer Maske und das einzige, das sie noch glücklich macht, ist das Theaterspielen. Erst nachdem sie ein mysteriöses Buch geschickt bekommt und gleichzeitig Nicholas in ihr Leben tritt, beginnt sie wieder am Leben teilzunehmen.

Nicholas ist der zweite Hauptprotagonist. Er ist von Chicago in den Ort gezogen, an dem sein verstorbener Großvater lebte, da er dessen Haus erbte.
Sein Vater, ein Anwalt, und seine Stiefmutter, eine Schriftstellerin, wohnen mit ihm zusammen in dem großen Haus.
Er ist bemüht sich abweisend und kühl zu geben, vor allem seiner Stiefmutter gegenüber lässt er keine positiven Gefühle zu, doch bei Silla kann er seine Art nicht aufrecht erhalten.
Im Laufe der Geschichte erinnert er sich immer mehr an Begebenheiten in seiner Kindheit, die mit seiner Mutter und der Magie zusammenhängen. Er versucht, so gut es geht, Silla zu schützen, denn er spürt, dass die Magie auch ihre Schattenseiten hat.

Dann wäre da noch Josephine. Sie wurde von Philip, einem Arzt, aus dem Krankenhaus gerettet, als sie noch ein Kind war, im Jahr 1904. Dort erkannte sie, dass auch sie die Gabe der Magie in sich trägt und von da an lernte sie, diese zu beherrschen.
Sie hegte tiefe Gefühle für Philip, die sich mit den Jahren immer mehr in einen Wahn steigern. Als Philip sie eines Tages verlässt, sinnt sie auf Rache.


Meine Meinung

'Blood Magic' ist ein Roman, bei dem ich mich bis zum Schluss nicht entscheiden konnte, ob ich ihn nun mag, oder nicht. Es ist wirklich schwer zu erklären warum das so ist, aber ich werde es versuchen.
Wie schon erwähnt, war es anfangs schwer mit dem Schreibstil der Autorin klarzukommen. Die ersten Seiten ließen sich recht holprig lesen. Ich stolperte immer wieder über Sätze, die ich mehrmals lesen musste, bis in meinen Gedanken jedes Wort an seinem Platz war und ich mir auch wirklich ein Bild dazu machen konnte. Mit der Zeit wurde es dann besser und ab da fing die Geschichte auch an mir zu gefallen.
Die Grundidee ist wirklich toll. Es geht nicht um Magie, wie wir sie aus zig anderen Büchern kennen, sondern um Blutmagie. Das Blut spielt, in allem was geschieht, eine übergeordnete Rolle und wenn ich ehrlich bin, dann war es mir zum Ende hin fast zu viel Blut.
Ich lese gerne Bücher, die spannend sind, aber 'Blood Magic' hat in mir ein ganz unbehagliches Gefühl ausgelöst, das ich nicht wirklich in Worte fassen kann. Es ist nicht zu bestreiten, dass die Autorin ganz wunderbar Spannung aufbauen kann und diese sogar hält, aber oftmals bekam ich das Gefühl in einem Horrorfilm zu stecken und nicht in einem Fantasybuch für 13-Jährige.
Zu den Charakteren kann man durch die verschiedenen Sichtweisen eine gute Bindung aufbauen, weshalb man viele Handlungen auch eher versteht, als wenn das Geschehen nur von einer Person beschrieben wäre. Die Liebesbeziehung zwischen Nicholas und Silla beginnt zwar sehr schnell, ist aber wirklich schön umgesetzt und passt gut in das Gesamtbild.
Bei der Frage, wer denn nun hinter all den schlimmen Dingen steckt, tappt man wirklich lange im Dunkeln. Ich habe geraten und analysiert und dann doch immer wieder meine Meinung geändert. Allerdings ist die Tatsache wer es letztendlich ist, nicht ganz so überraschend, da man diese Person schon vorher im Kreis der Verdächtigen hat.
Das Ende gefällt mir persönlich nicht ganz so gut. Zwar werden die meisten Fragen beantwortet, aber irgendwie hätte man den Schluss besser abrunden können. Es bleiben noch Fragen offen, die ich gerne beantwortet bekommen hätte und die letzte Szene ist für mich ein wenig unverständlich.


Fazit

'Blood Magic' ist ein Roman mit einigen Schwächen, der leider nicht ganz überzeugen kann. Ich persönlich werde ihn kein zweites Mal lesen und würde ihn auch nicht unbedingt weiterempfehlen.


Bewertung:




Kommentare:

  1. Echt schöne Rezi, aber ich glaube das Buch ist nichts für mich. :D :)
    Alles Liebe,
    Ellen

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    1. Hallo Ellen ^-^
      Danke für deinen Kommentar :)
      Ja, ich war leider auch sehr enttäuscht, schade eigentlich, das Buch hatte sich wirklich spannend angehört. Irgendwie habe ich im Juni wirklich nicht viel Glück mit meinen gelesenen Büchern gehabt.
      Das wird jetzt im Juli sicher besser ;)
      Hab einen tollen Tag!

      Liebe Grüße,
      Nicole

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