Sonntag, 17. August 2014

Kurzrezension zu 'Versprich mir einen Kuss'


Cover © Anna Fricke

Titel: Versprich mir einen Kuss
Autor: Anna Fricke
Genre: Romantik, Drama
Erscheinungsdatum: 01. Juli 2014
Preis: 2,99€ (E-Book)
ISBN-13: 978-3-8476-9878-4

 
Inhalt

Zwei Menschen, verbunden durch eine grausame Fügung.
Julias Glück zerbricht, als sie ihren Mann verliert. Ihr Leben scheint sinnlos geworden zu sein, bis sie auf Stephan trifft. Eine heilende Verbindung entsteht, doch dann schlägt das Schicksal erneut zu.
Julias Entscheidung, ihrem Mann zu folgen, kann und will Stephan nicht akzeptieren. In einer Zeit voller Schmerz, Angst und Trauer beginnt eine zarte Liebe zu erblühen. Werden die Gefühle stark genug sein, der verzweifelten Julia neue Hoffnung zu schenken?

 
Meine Meinung
 
Von allen Büchern, die ich bis jetzt gelesen habe, ist das Cover von 'Versprich mir einen Kuss' definitiv unter den Top 5 der schönsten Cover. Diese Farben sind einfach traumhaft schön und in Kombination mit der schwarzen Silhouette des Pärchens, ergibt das ein faszinierendes Ergebnis. Allein wegen des Covers war ich wirklich schon ein paar mal kurz davor das Buch zu kaufen und habe dann doch immer wieder einen Rückzieher gemacht.
Der Grund warum ich es mir eigentlich nicht kaufen wollte ist die Thematik des Buches. Ich traue mich nicht an dieses Thema, weil es mir persönlich Angst macht. Das klingt vielleicht für einige albern, da es sich ja 'nur' um ein Buch handelt, aber ich bekomme da trotzdem einen Knoten im Hals.
Jetzt hatte ich allerdings die Möglichkeit das Buch zu rezensieren und dachte mir ganz mutig: Okay, ich wage mich jetzt da dran und erweitere meinen Horizont um ein neues Genre.
Den Prolog mochte ich gleich auf Anhieb, er hat so viel über Julias Gefühlswelt ausgesagt. Das machte die Protagonistin sehr sympathisch.
Die Art, wie die Autorin Julias Schmerz nach ihrem Verlust beschrieb, hat mich wirklich berührt. Es gab also immer wieder Momente, in denen ich selber auch den Tränen sehr nahe war.
Es hat mich tief getroffen, als Julia plötzlich fast vor dem Ende stand und ich habe mir nur gedacht, das hat sie einfach nicht verdient. Sie muss doch wieder lernen glücklich zu sein und das soll sie dann auch genießen.
Stephan ist ein wirklich toller Protagonist. Wer wünscht sich nicht so einen Mann, der einfach alles für dich tun würde, nur um dich glücklich zu sehen. Der bei dir bleibt in Momenten, in denen es dir am schlechtesten geht und in denen andere die Flucht ergreifen würden. Ich kann verstehen, warum Julia so für ihn empfindet.
Ein bisschen gestört hat es mich, dass Julia so 'kindisch' dargestellt wurde. Es kam mir nicht so vor, als wäre sie Mitte 20, sondern süße 16. Das selbe Problem, nur in der umgekehrten Richtung, hatte ich bei Stephan. Wenn er über sein Alter nachdachte, dann hatte ich als Leser immer das Gefühl er wäre ein Mann von fast 50, obwohl er gerade mal Mitte 30 ist. Ich konnte absolut nicht nachvollziehen, warum der Altersunterschied der beiden so etwas Schlimmes sein soll und warum sie selber diesen Abgrund zwischen sich bringen. Ist das wirklich noch ein so großes 'Tabu' in der heutigen Gesellschaft, ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen, aber vielleicht gehe ich auch einfach mit einer anderen Sichtweise an die Angelegenheit.
Der Schreibstil von Anna Fricke ist sehr jugendlich und deshalb leicht verständlich. Es gibt keine komplexen Schachtelsätze, die man gefühlte 20-mal lesen muss, nur um sie noch immer nicht zu verstehen. Man kommt also sehr flüssig durch die Handlung. Leider ist es aber auch genau dieser jugendliche Stil, mit dem ich irgendwie nicht so ganz warm wurde. Wie schon gesagt, lies sich das Buch super und zügig lesen, aber dieser gewisse 'Kick', den ich brauche um vollends überzeugt zu sein, der fehlte einfach.
Trotzdem ist das Buch definitiv lesenswert und sobald der nächste Band erscheint, werde ich ihn mir mit Sicherheit holen, weil ich unbedingt wissen will wie es mit Julia und Stephan weitergeht und ob sich für sie alles zum Guten wendet.
Eine Sternchenbewertung fällt mir diesmal extrem schwer, aber wenn ich alles im Gesamten betrachte, dann komme ich auf gute 3,5 Sternchen. Die Tendenz geht aber eher zu den 4 Sternchen, die das Buch aber leider nicht ganz erreichen konnte. Vielleicht klappt es ja dann beim nächsten Band.



Ich bedanke mich ganz herzlich bei Anna Fricke für das Rezensionsexemplar.

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