Donnerstag, 14. August 2014

Rezension zu 'Der Ruf des Pharaos'

Albträume werden nicht wahr … oder doch?“

Cover und Zitate © bookshouse
 
Titel: Der Ruf des Pharaos
Autor: Sandra Rehschuh
Genre: Young Adult Adventure
Preis: 3,99€ (E-Book)
Verlag: bookshouse
Erscheinungsdatum: 09. Juli 2014
ISBN: 9789963524181 (.mobi)
            9789963524174 (.epub)

Kurzbeschreibung
 
Dunkelheit. Ringsumher. Wände, die keinen Ausweg erkennen lassen.
Die vierzehnjährige Anna träumt oft von einem finsteren Labyrinth, bis sie erkennt, dass ihre Träume sie in eine andere Realität gezogen haben. Sie findet sich im alten Ägypten wieder, 1335 Jahre vor Christus.
Anna weiß, sie muss aufwachen, verschwinden, doch sie kann nicht. Eine viel zu starke, unheimliche Macht hält sie gefangen. Ihr Schicksal ist auf rätselhafte Weise mit der Vergangenheit verbunden. Warum setzt der mächtige Pharao Echnaton alles daran, sie in seine Hände zu bekommen? Wird Anna es mithilfe der Katzengöttin Bastet schaffen, nach Hause zurückzukehren? Und was macht ausgerechnet Daniel, ihre erste große Liebe, an diesem Ort, in dieser Zeit? 


Autor

 
Während eines Schneesturmes erblickte ich am 18. Dezember 1984 das Licht der Welt. Doch schon nach wenigen Stunden hatte ich das Stadtleben satt und kehrte Pirna, in der schönen Sächsischen Schweiz, den Rücken zu. Meine neue Heimat lag in einem kleinen Dörfchen namens Cunnersdorf. Drei Jahre blieb ich dort, doch dann trieb es mich weiter. Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich das kleine, aber berühmte, Städtchen Königstein, das nun zu meinem neuen Zuhause wurde. Die Festung Königstein nährte von diesem Moment an meine Fantasie und so begann ich, zuerst - zugegeben, undefinierbare und krakelige - Gestalten zu malen, die in den Wäldchen umher lebten und schrieb meine erste Geschichte über diese Gesellen. Leider holte mich bald das wahre Leben ein. Der Kindergarten beendete meine hoffnungsvolle Karriere als Schriftstellerin. Auch in der Schule kam ich nicht zum Schreiben. Dafür hatte ich von da an ein neues Ziel: Lehrer ärgern! Leider sahen die das ganz anders ... Anfänglich rebellierte ich noch gegen die Lehrer, die ständig über zu lange Aufsätze schimpften. Doch wurde ich dieses Kampfes bald müde und ergab mich in mein Schicksal. Das Schreiben rückte immer weiter in den Hintergrund, andere Dinge wurden wichtiger. Eigentlich nur eine Sache: Die Feuerwehr. Regelmäßig brachte ich meine Eltern zur Weißglut, wenn ich während des Essens aufsprang, weil mein Pieper alarmierte, und zum Einsatz rannte. Oder weil ich erst spät von den Übungen heimkehrte. So vergingen die Jahre. Ich erhielt meinen Realschulabschluss und begann eine Lehre zur Gesundheits- und Krankenpflegerin (was nichts anderes als Krankenschwester bedeutet), die ich auch erfolgreich abschloss. Endlich von der Schule und dem ewigen Lernen befreit, erinnerte ich mich an meine früheren Schreibversuche und begann einfach drauf los zu schreiben. Innerhalb kurzer Zeit entstand ein Fantasyroman, den aber niemals jemand anderes als meine Schublade sehen wird. Nach und nach setzte ich mich mit dem Handwerk "Schreiben" auseinander, verbrachte unzählige Stunden vor dem Rechner und noch mehr mit dem Kopf unter einem Kissen, damit keiner meine Frustration sah. Aber aufgeben, das kam für mich nicht in Frage. Ich schloss mich einem Autorenforum an und mit Hilfe der dortigen User schaffte ich meine erste Veröffentlichung. Ja, und heute verbringe ich jede freie Minute mit dem Schreiben - ob es nun das Tippen an sich ist, Recherchen durchführe oder nur das nächste Kapitel plane - ein Stift ist immer mit dabei. Hauptberuflich arbeite ich noch immer als Krankenschwester in der außerklinischen Intensivpflege.

Cover
 
Das Cover zeigt verschiedene Dinge, die man mit Ägypten in Verbindung bringt. Man sieht Pyramiden, ein Sarkophag und ein Labyrinth. Alles geht ineinander über und steht im Hintergrund, während man im Vordergrund ein junges Pärchen sieht.
An sich ist das Cover wirklich schön anzusehen, auch wenn es vielleicht ein wenig überladen wirkt.
Durch die Farbkombination aus hellblau und dem hellen Braun des Sandes, entsteht allerdings eine wunderbare Harmonie, die das Ganze dann doch abrundet.
Betrachtet man das Gesamtbild, dann passt das Cover perfekt zum Inhalt des Buches.


Schreibstil
 
Sandra Rehschuh hat einen schönen, leicht verständlichen Stil. Die Autorin reißt den Leser mit ihrer Art zu Schreiben direkt in das Geschehen, sodass die Spannung schon fast greifbar scheint. Sie schafft es ohne viel Schnickschnack genau die Atmosphäre einzufangen, die das Buch gerade braucht um interessant zu bleiben. Der Schreibstil der Autorin führt den Leser flüssig und angenehm durch das Geschehen und sorgt für eine Menge Lesespaß.
Erzählt wird die komplette Handlung aus Sicht der Hauptprotagonistin Anna.


Charaktere
 
Es ist nicht leicht hier einzelne Charaktere zu beschreiben, da es so viele gibt, die mehr oder weniger wichtig für die Handlung sind. Ich beschränke mich diesmal nur auf die Hauptprotagonistin.
 
Da hätte wir also Anna, eine 14-jährige Schülerin. Sie ist ein ganz normaler Teenager, zumindest auf den ersten Blick. Anna ist schüchtern, und leidet unter dem Verschwinden ihres Vaters. Sie lebt bei ihrer Mutter, mit der sie sich gut versteht. Schon seit einiger Zeit hat sie sich in Daniel, den Mädchenschwarm der Schule verguckt, traut sich aber nicht ihn anzusprechen.
Was man ihr auf den ersten Blick allerdings nicht ansieht, ist die Tatsache, dass sie Nacht für Nacht erschreckend reale Albträume hat. Sie steht in ihren Träumen Todesängste aus und versteht nicht, warum sie das ständig erlebt, warum es immer genau dieser Traum ist.
Gelegentlich ist sie zu naiv, sie vertraut Menschen, die sie kaum kennt, einfach blind.
Anna entwickelt sich aber im Laufe der Handlung weiter, wirkt ein wenig erwachsener, auch wenn sie trotz allem noch ihre kindischen Phasen hat.


Meine Meinung
 
Ich habe eine ganze Weile überlegt, ob ich das Buch nun lesen soll, oder nicht. Der Buchtitel hat mich extrem neugierig gemacht, auch die Kurzbeschreibung war sehr interessant und doch hat es bei mir nicht sofort 'Klick' gemacht. Ich denke es lag am Cover. Es wirkte mir einfach zu … jugendlich, anders kann ich es nicht ausdrücken. Ich hatte Angst, dass ich vielleicht 'zu alt' (wer hätte gedacht, dass ich das mal sage …) für dieses Buch bin.
Trotzdem entschloss ich mich dann doch dazu das Buch zu lesen und nein, ich habe es nicht bereut diese Entscheidung getroffen zu haben.
Gleich zu Beginn wurde ich mitten in das Geschehen katapultiert. Das Buch hat einen wahnsinnig rasanten Start, das hat mir sehr gefallen. Es fiel mir nicht schwer in die Geschichte einzusteigen und auch wenn Anna als Hauptprotagonistin sehr jugendlich, ja fast ein bisschen kindisch wirkt, war sie mir von Anfang an sympathisch. Ihrer besten Freundin konnte ich dagegen absolut nichts abgewinnen und das blieb leider auch so bis zum Ende des Buches.
Allerdings ist Claudia, also Annas Freundin, nicht die einzige, mit der ich ein Problem hatte. Auch Daniel, Annas Schwarm, war mir leider gänzlich unsympathisch. Ich habe nicht verstanden, weshalb Anna ihn so toll fand. Das muss wohl wirklich an seinem Aussehen gelegen haben, das ja als überaus ansprechend beschrieben wird.
Die Handlung ist sehr interessant und ich mochte, was die Autorin aus ihrer Idee gemacht hat. Gerade die ägyptische Mythologie hat es mir eh angetan, deshalb waren mir einige Details nicht neu, aber trotzdem war es sehr schön, wie man das Ganze im Buch verpackt hat. An Spannung und Kreativität mangelt es diesem Werk jedenfalls nicht.
Der einzige wirkliche Kritikpunkt war für mich, dass die Handlung kaum überraschende Wendungen bereit hielt. Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach nicht zur Altersgruppe gehöre, für die dieses Buch gedacht ist, aber der Großteil der Ereignisse war zu vorhersehbar. Ich möchte keinesfalls behaupten, dass das jedem Leser so gehen wird. Ich bin da kein Maßstab, da ich ein recht gutes Gespür für Geheimnisse und Lösungen habe. Das Lesevergnügen wird dadurch kaum geschmälert, denn der Schreibstil der Autorin und ihre Art die Spannung immer wieder ansteigen zu lassen, gleichen das geschickt wieder aus.
Das Ende war für mich dann allerdings auch überraschend, denn ehrlich, ich hatte mir zwar einige Szenarien vorgestellt, aber das tatsächliche Ende war SO nicht dabei. Damit ich jetzt nicht zu viel verrate, sage ich nur noch, dass selbst mein romantisch veranlagtes Herz sehr glücklich mit dem Abschluss des Buches ist, das ist für mich immer ein extrem wichtiger Punkt.
Von mir gibt es absolut verdiente 4 Sternchen, für dieses wirklich gute Buch.


Fazit

'Der Ruf des Pharaos' ist ein schöner Roman für Jugendliche, der Abenteuer, Liebe und die Mystik des alten Ägypten verbindet. Es gibt von mir eine klare Leseempfehlung für junge Leser und solche, die im Herzen junggeblieben sind.

Bewertung



Ich bedanke mich bei bookshouse und der Autorin Sandra Rehschuh für das Rezensionsexemplar.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen