Freitag, 22. August 2014

Rezension zu 'Die verborgenen Insignien des Pan'


Cover und Zitate © Impress

Titel: Die verborgenen Insignien des Pan
Autor: Sandra Regnier
Reihe: Die Pan-Trilogie
Genre: Fantasy, Romantik
Preis: 3,99€ (E-Book)
Verlag: Impress
Erscheinungsdatum: 05. Dezember 2013
ISBN: 978-3-646-60010-0 

(Spoilerwarnung, da dies der letzte band einer Trilogie ist!) 



Klappentext


Eigentlich sollte sich Felicity ja glücklich schätzen. Nicht nur scheinen plötzlich sämtliche Jungen aus ihrer Schule an ihr interessiert zu sein, sie ist auch bereits mit dem bestaussehendsten Typen Londons verlobt. Nur leider ist die Verlobung schon vor Jahrhunderten arrangiert worden und ihr Zukünftiger der etwas zu charmante Halbelf Leander FitzMor, der viel zu vielen Frauen den Kopf verdreht. Felicity kann sich einfach nicht entscheiden, ob sie ihn lieber schlagen oder ihm doch endlich den alles verändernden Kuss geben soll. Zu allem Überfluss spitzt sich auch die Lage in der Anderwelt zu und wieder hängt alles von Felicity ab. Nur sie kann die für die Elfen so wichtigen Insignien finden, muss dafür aber ziemlich durch die Zeit reisen … 




Cover


Das Cover ist wieder im selben Stil wie Band 1 und 2 gestaltet. Diesmal ist es allerdings grau und gelb. Eine Burg im Hintergrund, bei der ich mir nicht ganz sicher bin, aber es könnte die Schule auf Avalon darstellen und im Vordergrund die Fee in ihrem langen Kleid.
Es ist toll, dass die einzelnen Cover immer einen wichtigen Ort im jeweiligen Buch darstellen und von ihrer Art gleich bleiben.



Schreibstil


Zu Sandra Regniers Schreibstil kann ich nicht viel Neues sagen. Er ist gleichbleibend flüssig, humorvoll und leicht verständlich. Wie auch in den Bänden davor ist es ihr gelungen die Handlung für den Leser lebendig zu machen. Man fühlt sich bei spannenden und romantischen Szenen in die Hauptprotagonistin hineinversetzt, das verleiht dem Lesen einen regelrechten 'Kick'.



Charaktere



Lee muss sich nun endlich entscheiden welche Prioritäten er setzt und er entscheidet sich definitiv richtig. Vor allem aber geht seine Beziehung zu Felicity in die nächste Runde, was man ihm auch anmerkt. Er ist so unglaublich romantisch, das hätte man ihm am Anfang nicht zu getraut ...

Es hat deinen Rhythmus angenommen“, sagte Lee leise. „Unsere Herzen schlagen im Gleichklang. Wenn deines stolpert, stolpert auch meins. Wenn deines schmerzt, schmerzt auch meines. Zwei Herzen, verbunden zu einem.“ (Kapitel: Die Höhlen von Nottingham Pos. 10741)

Felicity ist diesmal ziemlich oft auf sich allein gestellt. Gerade in Momenten, in denen sie starke Zweifel an allem und jedem hegt, ist sie am verwundbarsten und schlittert meistens auch genau dann in eine Gefahr. Doch ihre Schlagfertigkeit ist auch diesmal nicht zu verachten ...

Weißt du, Ciaran, wenn es um Fantasywesen ging, habe ich mir immer einen heißen, sexy Vampir gewünscht. So eine Art Edward Cullen oder einen Damon Salvatore. Und womit muss ich mich rumschlagen? Mit übergroßen Reptilien und arroganten Spitzohren.“ (Kapitel: Aussprache Pos. 9784)

Insgesamt betrachtet wirkt sie diesmal erwachsener, nicht mehr so naiv und deshalb auch viel stärker.



Meine Meinung


Im zweiten Band habe ich mich noch überschlagen vor Lob und Begeisterung. Leider hat diese Begeisterung einen ganz schönen Dämpfer bekommen beim Lesen des letzten Bandes.
Das Buch an sich war wie gewohnt spannend, romantisch und sehr gut geschrieben. Es hat wieder mit unglaublich tollen Charakteren überzeugt und wenn möglich habe ich Fay und Lee noch mehr in mein Herz geschlossen, aber auch Ciaran hat sich noch weiter in mein Herz geschlichen.
Endlich wurden auch die ganzen Fragen, die sich im Laufe der ersten beiden Bände angesammelt hatte, beantwortet.
Ganz ehrlich, einige der Wendungen habe ich überhaupt nicht vorhersehen können. So hatte ich zwar immer eine wage Ahnung davon, wer der Verräter in den Reihen der Elfen ist, aber der tatsächliche Täter stand NIE auf meiner Liste.
Selbst bei den Drachen gab es einige überraschende Details. Es war ja klar, dass auch sie Beobachter auf Felicity angesetzt haben, und ganz ehrlich, ich hätte nicht gedacht wer genau es ist.
Alles in allem hält der letzte Band der Pan-Trilogie also einige Überraschungen parat.
Zwischen Lee und Felicity funkt es auch wieder gewaltig. Wer also die Liebesgeschichte in der Handlung unglaublich toll findet, kommt hier definitiv auf seine Kosten … mir ging es nämlich so. Ich liebe dieses Knistern zwischen den den beiden und die Art, wie die Autorin die Anziehung der beiden zueinander beschreibt. Wenn es nach mir ginge, könnte ich tagelang davon lesen und es würde mich sicher nie langweilen.
Der große Showdown war dann auch wirklich spektakulär. Ich habe gezittert, gelitten und geweint. Es waren also alle Gefühlsregungen dabei und ja, ihr habt richtig gelesen, geweint habe ich auch. Ich muss dieses Ereignis jedenfalls erst mal verdauen.
Das Ende … ja, hier kommt dann auch einer meiner Kritikpunkte. Wenn man es oberflächlich betrachtet ist das Ende durchaus gut, es endet, wie man es sich wünscht. Nur leider fehlen mir zu viele Charaktere. Die fehlen aber nicht nur am Ende, sie sind im letzten Band einfach nicht mehr existent oder werden nur kurz in einem Nebensatz erwähnt.
Mir kam es so vor, als wurden sie einfach vergessen und nicht mit voller Absicht weggelassen. Was wurde aus Richard? Hat Lees Vater den Kampf überlebt? Ich hätte so gerne Antworten darauf gehabt und diese leider nicht bekommen.
Weil aber das Buch an sich wirklich wieder ein Highlight war und ich nur diese kleine Kritik anzubringen habe, bekommt der abschließende Band dieser Trilogie 4,5 Sternchen, leider aber eher mit der Tendenz zu 4 Sternchen.



Fazit


Mit 'Die verborgenen Insignien des Pan' ist Sandra Regnier ein gelungener Abschluss ihrer Trilogie gelungen. Das Buch erreicht zwar nicht ganz die Klasse seiner beiden Vorgänger, aber das trübt auf keinen Fall das Gesamtbild. Von mir gibt es wieder eine vorbehaltlose Empfehlung.




Bewertung




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