Dienstag, 13. Januar 2015

✰ Blogtour zu 'WANN WENN NICHT JETZT' - Tag 2 [Autoreninterview] ✰




Guten Morgen ihr Lieben,

gestern habt ihr auf Katja's Blog 'MissRose's Bücherwelt' einen Einblick in das Buch bekommen und heute an Tag 2 der Blogtour zu 'WANN WENN NICHT JETZT' habe ich die große Ehre euch die Autorin dieses tollen Buches in einem Interview vorzustellen.


Hier ist Olivia de Winter
 
 
Einige kurze Infos:
 
Wenn Olivia de Winter nicht bloggt oder Romane schreibt, benutzt sie ihren deutlich weniger glamourösen echten Namen, Micha Goebig, und arbeitet als freiberufliche Texterin, Übersetzerin und Coach. Ihr erster Roman, "Mopsküsse" (mit Carin Müller), erschien 2009 im Goldmann Verlag als "Romantische Komödie des Monats September". Ihren zweiten Roman, "Wann wenn nicht jetzt", hat sie im September 2014 als Indie-Autorin veröffentlicht. Die Ex-Frankfurterin lebt mit ihrem Mann und ihrer Katze in Seattle, USA.

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Weil ich aber finde, dass man sich durch intensives Fragen ein viel besseres Bild von einem Menschen machen kann, habe ich Olivia alias Micha ein wenig gelöchert und das hier kam dabei heraus, viel Spaß ;)
(Die Bilder sind übrigens alle von Micha, außer das von Alexander Skarsgard *grins*)
 

Das Autoreninterview mit Olivia de Winter
 
 
 
~*~ Privates ~*~
 
 
Wie würdest du dich selbst beschreiben?
 
Puh, das geht ja gleich ganz schön schwierig los! :) Also seit ich wieder in Amerika wohne, fühle ich mich arg deutsch: gut organisiert, pünktlich, gründlich … Aber ich bin auch ziemlich spontan - sonst wäre ich heute bestimmt nicht in Seattle!
 
 
Du bist ja vor einer Weile nach Seattle gezogen, was hat dich denn in die Staaten verschlagen und wie kommst du mit der Umstellung klar?
 
Die Liebe! Ich habe letztes Frühjahr meine College-Liebe aus den 90ern wiedergetroffen und es hat gleich wieder gefunkt. Nachdem wir damals schon mal zwei Jahre zusammengelebt haben, war die Entscheidung schnell getroffen. Inzwischen habe ich mich in Seattle gut eingelebt, auch wenn mir meine Frankfurter Freunde schon noch sehr fehlen. Glücklicherweise gibt’s Direktflüge.
 
 
 Das sieht Micha wenn sie aus dem Fenster ihres Apartments schaut.
Ganz ehrlich, dieser Anblick würde mich auch inspirieren.
 
Nenne drei Dinge, ohne die du nicht durch den Tag kommst!
 
Vor einem halben Jahr hätte ich hier gesagt: Kaffee, Ziggis, Schokolade. Inzwischen habe ich aufgehört zu rauchen, Kaffee gibt’s jeden Tag nur noch eine Tasse und Schoki nur am Wochenende. Aber von meiner Elektronik bin ich immer noch abhängig, also sage ich jetzt mal: iPhone, Laptop und Fitness-Armband. Die sind immer und überall dabei.
 
 
Wenn du mal nicht schreibst, was tust du dann am liebsten?
 
Lesen - und Sport machen. Im Moment stehen bei mir Kettlebell-Training und Laufen ganz oben auf der Liste. Ich will in diesem Jahr Marathon laufen. Außerdem habe ich vom letzten Heimaturlaub meine Boxhandschuhe mitgebracht und sollte mir wohl demnächst mal ein Studio suchen.
 
 
Kommst du neben der Arbeit, den Freunden und der Familie eigentlich dazu selber zu lesen? Wenn ja, was liest du am liebsten?
 
Ja, unbedingt. Sobald ich aufhöre zu arbeiten und das Laptop zuklappe, schlage ich meistens gleich ein Buch auf. Am liebsten lese ich Krimis und Thriller, deswegen will ich irgendwann auch mal einen schreiben. Und im Augenblick habe ich mal wieder eine Sachbuchphase. Ich habe eine Coaching-Ausbildung, deswegen lese ich recht viel zum Thema Psychologie. Beim Laufen und im Fitnessstudio habe ich meistens ein Hörbuch oder einen Podcast im Ohr.
 
 
 
~*~ Autorendasein ~*~
 
Die Frage der Fragen ;) Wie bist du zum Schreiben gekommen?
 
Eigentlich habe ich schon immer geschrieben - also sobald ich Lesen und Schreiben gelernt hatte. Mein Vater hatte eine Riesenbibliothek und meine Großmutter hat Geschichten geschrieben. Da war es ziemlich normal, dass auch ich gleich in diese Richtung losmarschiert bin und später Literatur und Journalismus studiert habe.
 
 
Jeder Autor hat da ja so sein eigenes Rezept, also würde ich gerne wissen: Woher holst du dir Inspiration für deine Bücher, oder kommen die Ideen von ganz allein?
 
Ich habe inzwischen gelernt, dass ich Inspiration aus allem ziehen kann. Die Sache hat nur einen Haken: Es funktioniert nur, wenn ich auch offen bin für Ideen. Mir fällt praktisch nichts ein, wenn ich schlecht drauf bin, und dann wieder fließen die Ideen nur so, wenn ich mich gut fühle. An das Auf und Ab habe ich mich inzwischen gewöhnt.
 
 
Das Schreiben fällt einem Autor in bestimmten Situationen und an bestimmten Orten vielleicht leichter als an anderen. Wie, wann und wo kannst du am besten schreiben?
 
In Frankfurt habe ich meistens nachts geschrieben, hier in Seattle wandele ich mich gerade mehr zum Tagmenschen. Deswegen bin ich inzwischen am produktivsten direkt nach meinen regelmäßigen Treffen mit anderen Autoren, bei denen wir aktuelle Projekte besprechen. Das gibt mir die Energie, direkt zurück an den Schreibtisch zu gehen und umzusetzen, worüber wir uns unterhalten haben. Und an Tagen, an denen zuhause gar nichts geht, gehe ich einfach in einen Coffee Shop in der Nähe, in dem viele Freiberufler und Autoren arbeiten. Da fließt es dann eigentlich wieder.
 
 
Links ist Michas Arbeitsplatz zuhause und rechts der Coffee Shop.
 
 
Als du begonnen hast zu schreiben und dann dein erstes Buch erschienen ist, wie kam das in deinem Umfeld (Familie, Freunde, etc.) an?
 
Meine Familie hat den ersten Roman - Mopsküsse (zusammen mit Carin Müller) im Goldmann Verlag - wie eine totale Selbstverständlichkeit hingenommen. Das lag wahrscheinlich daran, dass mein Vater und andere Verwandte diverse Sachbücher veröffentlicht haben. Meine Freunde haben ein bisschen mehr Wallung gemacht - glücklicherweise, denn ich war schon ganz schön stolz!
 
 
Was war bis jetzt dein schönstes Erlebnis als Autorin?
 
Ich denke, der Anruf des Agenten, dass der erste Roman an einen Verlag verkauft ist, bleibt immer ein besonderes Highlight für mich, auch wenn ich jetzt als Indie-Autorin unterwegs bin. Das war der Moment, in dem ich vor meinem inneren Auge ein großes, goldenes Schild gesehen habe mit der Aufschrift “Published Author”. :)
Und kürzlich hatte ich ein großartiges Erlebnis im Literaturhaus Seattle: Da konnte ich - zum ersten Mal auf Englisch! - vor einem größeren Publikum lesen und zwei etablierte Autoren kamen danach zu mir, um mir zu der Kurzgeschichte zu gratulieren. Das hat mir die Zuversicht gegeben, dass ich es auch in meiner Zweitsprache schaffen kann.
 
 
Auf welche neuen Projekte dürfen deine Leser sich in Zukunft freuen?
 
Im Augenblick arbeite ich an der englischen Adaption von WANN WENN NICHT JETZT. Eigentlich war die Idee schlicht und einfach, die Story von Frankfurt nach Seattle zu verpflanzen, aber je länger ich daran arbeite, um so mehr macht sich die englische Geschichte selbständig. Jetzt gibt’s sogar schon eine neue Nebenfigur.
Für danach habe ich zwei angefangene Projekte in der Pipeline: eine Essay-Sammlung über mein Jahr ohne Alkohol und einen neuen Roman - dieses Mal einen, der zwischen meinen beiden Welten spielt, so dass ich nicht wieder zwei separate Versionen schreiben muss!
 
 
~*~ Das Buch ~*~
 
Gab es einen bestimmten Auslöser, bei dem die Idee zu 'Wann wenn nicht jetzt' entstanden ist?
 
Am Anfang stand die Idee, “Chick Lit erwachsen werden zu lassen” - mit Heldinnen, die außer der Suche nach Mr. Right noch ein paar andere Interessen und Probleme haben. Von da haben sich die Charaktere wie von selbst entwickelt, und das Fernseh-Umfeld nahm auch sehr schnell Form an.
 
 
War die Ausarbeitung einfach für dich, oder gab es Stellen im Buch, die sich nicht so einfach haben schreiben lassen?
 
Die erste Fassung war im Prinzip komplett durchgeplant, bevor ich mit dem Schreiben begonnen habe. Es hätte eigentlich ziemlich einfach sein sollen. Aber so einige Kapitel - gerade diejenigen, in denen Vio krank ist - waren dann doch schwieriger als gedacht.
 
 
Hast du bestimmte Vorbilder für die Protagonisten gehabt?
 
Morning-Shows habe ich mir bewusst nicht angeschaut, damit ich den Kopf frei habe, Vio einen eigenständigen Charakter zu geben. Und Carla hat zwar den Job von Katrin Müller-Hohenstein, aber ich denke, ansonsten ist sie ein ganz anderer Typ.
Ich habe natürlich ein Dream Cast für die Protagonisten - vor allem Alexander Skarsgard als Bene - aber das bezieht sich eigentlich nur auf die Optik und nicht auf den Charakter.
 

Damit alle sehen können wie die Traumbesetzung für Bene (Alexander Skarsgard)
aussieht gibt es hier ein Bild ;)
 
Gibt es in deinem Buch einen Charakter, den du als Lieblingscharakter bezeichnen würdest?
 
Unbedingt! Ich liebe Gwen, die verrückte Nudel! :) Wenn ich eine Fortsetzung zu WANN WENN NICHT JETZT schreibe, wird sie auf jeden Fall die Hauptperson.
 
 
Liebe Micha, ich bedanke mich ganz herzlich für dieses tolle Interview.

 
 
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Gewinnspiel
 
 
 
Ihr habt die Möglichkeit an jedem Tag der Blogtour ein Taschenbuch von 'WANN WENN NICHT JETZT' zu gewinnen und dafür müsst ihr heute nur folgendes tun, beantwortet mir folgende Frage als Kommentar unter meinem Post:
 
  • Ohne welche drei Dinge kommt ihr denn nicht durch den Tag?
 
Schon landet ihr im Lostopf.
Außerdem gibt es auch noch ein echt amerikanisches Goodie-Paket, das am Ende unter allen Teilnehmern verlost wird.
Die Gewinner werden dann im Laufe des Wochenendes bekannt gegeben.
 
 
Teilnahmebedingungen:
 
Ihr solltet mindestens 18 Jahre alt sein oder das schriftliche Einverständnis eurer Erziehungsberechtigten haben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung des Gewinns. Kein Ersatz bei Verlust auf dem Postweg.
Versand der Preise nur innerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.
 
 
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Die Blogtour-Stationen:

12.1. Missrose's Bücherwelt (Buchvorstellung)
13.1. Sternchenstaub's Lesewelt (Autoreninterview)
14.1.
Daisy and Books (Protagonisten)
15.1.
BuchBria (Handlungsorte)
16.1. MyIndieBooks (Rezepte/Zitate)

Wie ihr sehen könnt, begrüßt euch morgen Sabine auf Daisy and Books und stellt euch die Protagonisten vor, darauf dürft ihr sehr gespannt sein :)

Alles Liebe,
euer ✰Sternchen✰
 


Kommentare:

  1. Hallo,

    tolles Interview.

    Ich brauche täglich folgende drei Dinge: Latte Macchiatto, ein Buch und meine Familie. Damit komme ich durch jeden Tag.

    LG Sabrina von
    www.binchensbuecher.blogspot.de

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  2. Guten Morgen
    ahhh google mag mich wieder nicht sollte der Beitrag zweimal auftauchen bitte löschen einmal.
    Kaffee meinen Reader und eine Stunde ruhe dann läuft der Tag
    Liebe Grüße
    Ute

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  3. Huhu :)
    Wirklich ein schönes Interview.
    Ich benötige täglich.... Laptop, ganz wichtig :) Allerdings brauchte ich den vor ein paar Monaten noch nicht, wie sich das Leben manchmal ändert ;)
    Ich schaffe es auch einen Tag ohne meinen Freund, aber bisher leider noch nicht, ohne Zigaretten :( Hoffe aber das ich bald den absprung schaffe, so wie Olivia :)
    Und ich brauche immer was zu lesen <3 Ob nun Buch oder mein Reader, eins von beidem hab ich immer dabei :)

    Lg Lina

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  4. Hallo!
    Danke für das tolle Interview, die Fragen die Du gestellt hast finde ich sehr intressant, so hat man tolle Infos über die Autorin erhalten!
    So nun zu Deiner Frage, hm also ich brauche dringend meine Handtasche, in der sich alle "lebensnotwendigen" Dinge befinden, die ich für jede noch so wichtige od unwichtige Lebenssituation brauche ;-) ich kann ganz ehrlich sagen, das meine Handtasche wie ein kleines Universum ist ;-)
    Die Stunden mit meiner Fellnase sind überlebens wichtig für mich, da ich in dieser Zeit neue Energie tanke, der Stress sich in Luft auflöst u ich wieder vollkommen zur Ruhe komme und meine Ausgeglichenheit zurück erlange! und mein Handy ist auch ganz ganz wichtig für mich, da ich täglich mit meinen Eltern & meiner Oma telefoniere oder durchs Netz surfe :-)
    Schäferdame Blue, meine Handtasche u. mein Handy, die Top3 der Überlebensliste ;-)
    Gvlg Mimi

    mimis.lesesucht@gmail.com

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  5. Hey,

    ein sehr tolles Interview, die Autorin wirkt sehr sympathisch. Ich finde es auch toll, dass du aus mehreren Bereichen Fragen gestellt hast.

    Ihre Umzugsgeschichte klingt ja sehr interessant, könnte glatt selbst einem Roman oder einem Film entstammen ;)

    Kettlebell musste ich jetzt erstmal googln. Würde mir vielleicht auch gut tun, ich hab höchstens Pudding in den Armen.^^

    Hach der Coffee Shop sieht gemütlich aus. Da könnte ich sicher auch gut schreiben, oder im Moment eher lernen... *seufz*

    Bei der Stelle, dass ihre Freunde glücklicherweise ein bisschen mehr Aufregung bei der ersten Veröffentlichung gemacht haben, musste ich doch sehr lachen. Irgendwie kann man das doch verstehen. Für einen selbst ist das eine riesen Sache und dann reagiert die Familie verhalten oder als wäre das nichts besonderes... das ist natürlich schade.

    Um die Frage zu beantworten:
    Ich komme nicht durch den Tag ohne meinen Kalender, momentan ist es ein Drei-Jahres-Kalender wo man jeden Tag eine kurze Frage beantwortet. Außerdem komme ich nicht oder nur sehr sehr schwer ohne Süßigkeiten durch den Tag. Eines meiner Laster *seufz* Mh ansonsten... würde ich gerne sagen ich komme nicht ohne Buch durch den Tag, aber da ich gerade viel lernen muss merke ich, es geht auch ohne. Ist aber schwer. Als drittes würde ich daher mh TV oder Laptop oder Radio nennen. Ich brauche einfach die Möglichkeit um mich zu informieren was in der Welt so los ist. :)

    Beste Grüße,
    Julia

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  6. Das Interview hat mir sehr gefallen. Durch den Tag komme ich mit folgenden Dingen durch: Meinem Laptop, meinen Hund und ein gutes Buch.
    a.tu_23@hotmail.de

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  7. Hallo,

    ein tolles Interview, hat Spaß gemacht, es zu lesen!

    Ich brauche dringend Kaffee und das gleich als erstes am frühen Morgen. Dann benötige ich ein Buch, zwischendurch nehme ich mir gerne eine Pause und die nutze ich zum Lesen. Und einen PC brauche ich auch. Mindestens einmal am Tag muß ich schauen, was es Neues in der Welt gibt.

    LG von Elke H.

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  8. Sonjas Bücherecke13. Januar 2015 um 18:03

    Hallo,

    wieder eine tolle Blogtour, bei dem es wieder tolles Blog zu entdecken gibt.

    Drei Dinge , die ich jeden Tag brauche: ein paar Gummibärchen als Nervennahrung, ein paar Tassen Kaffee und abend ein gutes Buch, dann ist der Tag perfekt.

    Übrigens ein tolles interessantes Interview, habe mich gefreut eine neue Autorin kennenlernen zu dürfen.

    Wünsche einen schönen Abend.
    LG Sonja

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  9. Ich entscheide mich für:

    ein Buch (sonst werde ich launisch)
    den Fernseher (wo schläft man besser, als vor der Flimmerkiste?)
    und den PC (schreiben, surfen und auch ab und zu beruflich brauche ich das Helferlein)

    Cappu und Kaffee sind zwar ganz nett, aber ich mag auch Tee oder Säfte. Handy hingegen habe ich keines und brauche es auch nicht.

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

    Cappuccino-Mama@onlinehome.de

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  10. Hallo!

    Sehr schönes Interview und irgendwie macht es einem sogar Seattle schmackhaft.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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