Sonntag, 1. März 2015

✰ Sinnloses Sonntags-Geplapper ✰



Heute bin ich ein wenig spät dran, aber mit drei Kindern kann man den Tagesablauf einfach nicht perfekt planen und weil ich finde, dass ihr ruhig an meinem Alltag teilhaben könnt, bekommt ihr heute einen Einblick in den ganz normalen Wahnsinn meiner Familie.

Das beginnt schon beim Aufstehen. Am Wochenende ist alles etwas entspannter, aber unter der Woche ist die Zeit direkt nach dem Aufstehen … wie drücke ich mich am besten aus? Die Hölle?
Das klingt hart, ist aber ehrlich.

Seit sieben Jahren brauche ich eigentlich keinen Wecker mehr, denn irgendein Kind ist immer schon um sechs Uhr wach. Man könnte jetzt sagen, dass das sehr praktisch ist, aber wer dies meint, der wurde noch nie von einem gebrüllten 'MAAAAAAAMMMMAAAAAAA!!!' geweckt. Herrlich, da sitzt man gleich kerzengerade im Bett oder taumelt wie betrunken vom Schlafzimmer zum Kinderzimmer, weil besagtes Kind sich anhört als wäre etwas ganz Furchtbares passiert.
Meist ist natürlich alles in bester Ordnung und das Kind wollte einfach nur Aufmerksamkeit.

Sobald man dann also wach ist und klar denken kann, schickt man Kind 1 ins Bad um sich fertigzumachen. Währenddessen macht man das Frühstück für den Kindergarten und die Schule. Dann stürmt man in das zweite Kinderzimmer um Kind 2 und 3 entweder zu wecken, oder dazu zu bewegen sich ebenfalls anzuziehen.

Kind 1 ist bereits fertig im Bad und schreit laut um Hilfe weil die unmögliche Mama noch keine Klamotten rausgelegt hat, also rennt man wieder in das andere Kinderzimmer um durch die Wäsche zu wühlen und etwas auszusuchen, dass der kleinen, eitlen Prinzessin auch gefällt.

Wenn man Pech hat, dann ist in dieser kurzen Zeit bereits eine Bombe im Zimmer der beiden Jungs eingeschlagen. Wenn man Glück hat, dann liegen beide noch im Bett und finden es lustig verstecken zu spielen.

Die Zeit rückt voran und man versucht Kind 2 unter der Decke oder unter dem Bett hervorzuholen, damit man ihm endlich beim Anziehen helfen kann. Sobald dies gelungen ist fällt Kind 2 ein, dass er ja schon groß ist und er sich allein anziehen kann. Man weiß genau, dass er bei der Strumpfhose bereits scheitert, dennoch gibt man ihm alles in die Hand und kümmert sich um Kind 3, das sehnsüchtig auf eine neue Windel wartet.

Während man also Kind 3 wickelt, fällt Kind 2 auf, dass die Strumpfhose so seine Tücken hat und er es doch nicht alleine schafft. Was tut man also? Genau, man ignoriert vorerst konsequent das Geschrei von Kind 2, weil man nicht sofort zur Hilfe eilt und wickelt schnell Kind 3 fertig. Bei der Gelegenheit zieht man ihm gleich Strumpfhose, Hose und Pullover an. Das wäre also geschafft.
Dann widmet man sich Kind 2, das mittlerweile furchtbar zickig ist, weil man eben nicht sofort bei ihm war und versucht ihm trotz Schmollen die Strumpfhose anzuziehen, damit er den Rest dann selber machen kann.

Soweit so gut. Man meint also, nun hat man alle Kinder soweit im Griff und kann sich endlich selber ausgehfertig machen, doch bei einem kurzen Blick ins Zimmer von Kind 1 stellt man fest, dass dieses zwar mittlerweile die Strumpfhose an hat, nun aber lieber mit Kind 3 spielt, das sich heimlich still und leise ins andere Zimmer geschlichen hat.
Man steckt Kind 3 also unter Strampeln und Zetern wieder in sein eigenes Zimmer und ermahnt Kind 1, dass man es auch nur in Strumpfhose zum Schulbus bringt, wenn es sich jetzt nicht beeilt. Meistens zieht diese Aussage und Kind 1 beeilt sich.

Endlich kann man dann selber ins Bad gehen um seine morgendliche Routine zu bewältigen und dabei ignoriert man, dass Kind 2 und 3 sich gerade die Köpfe einschlagen, denn sonst würde man ja nie fertig werden.
Sobald man also aus dem Bad kommt bringt man zuerst die beiden Streithähne auseinander, zieht Kind 2 nun selber an, weil der ja noch immer nicht fertig ist und schickt ihn dann zum Zähneputzen.

Während Kind 2 also im Bad beschäftigt ist, geht man wieder zu Kind 1, das mittlerweile auch angezogen im Zimmer steht und versucht sich die Haare zu kämmen. Da dies bei der Länge ihrer Haare wirklich nicht besonders leicht ist, erbarmt man sich und kümmert sich selbst darum.
Kind 2 hat das Bad nun auch verlassen.
Jetzt sind also alle Kinder angezogen, die Kindergartentasche und der Schulranzen sind gepackt und selbst die Mama ist fertig.

Es fehlen noch Schuhe und Jacken. Man schickt also Kind 1 zum Anziehen, was erstaunlicherweise sehr gut klappt. Kind 2 stellt man die Schuhe vor die Füße und fordert ihn auf sich ebenfalls anzuziehen. Kind 3 versucht man unter Einsatz seines Lebens einzufangen, weil er es lustig findet durch die Wohnung zu fetzen wie ein aufgescheuchtes Hühnchen. Sobald man dies aber ebenfalls geschafft hat, kann man ihm auch endlich Schuhe, Jacke und Mütze anziehen. Kind 1 und 3 sind also komplett fertig und warten mehr oder weniger brav vor der Tür.

Kind 2 hat die erste Hürde nun auch bewältigt und lässt sich die Jacke von der Garderobe geben. Während er sich also die Jacke anzieht, sprintet man schnell zu seinen eigenen Schuhen, zieht sie an, bindet sie zu und wirft sich die Jacke über, damit man kurz darauf beim Anziehen des Schals und er Mütze wieder helfen kann.

Nun drückt man Kind 1 und 2 die Taschen in die Hände, schnappt sich seine eigene Tasche und Kind 3, schubst alle aus der Wohnung, schließt die Tür und lotst die Kinder zum Auto.
Dann muss man nur noch Kind 2 und 3 ins Auto setzen und anschnallen, um gleich danach Kind 1 zur Straße zu bringen und sie dann in den Schulbus zu setzen.

Ab da ist es eigentlich ganz einfach. Man fährt Kind 2 zum Kindergarten, versucht Kind 3 davon abzuhalten ebenfalls Jacke und Schuhe auszuziehen, was dieses dann dazu veranlasst trotzdem in die Gruppe zu stürmen und es sich an einem der Tische gemütlich zu machen.
Wenn man es dann schafft Kind 2 ohne Weinen zu verabschieden und Kind 3 ohne Weinen aus der Gruppe zu entfernen, dann hat man den schlimmsten Teil am Vormittag hinter sich gebracht.

So, wenn ihr es bis hierhin geschafft habt dann Glückwunsch und meinen Respekt. Man bedenke, dass es sich bei den geschilderten Ereignissen nur um die Zeit zwischen Aufstehen und ca. 8.15 Uhr handelt. Bei Interesse setze ich diese Reihe fort und erzähle euch von der Zeit zwischen Arbeitsbeginn um 8.30 Uhr und Schlafenszeit, glaubt mir, das ist auch interessant.

Ich wünsche euch nun einen schönen Sonntagabend.

Alles Liebe,
euer ✰Sternchen✰

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