Donnerstag, 28. Mai 2015

Rezension zu 'Ein Fotograf zum Verlieben'

Cover © Violet Truelove
Titel: Ein Fotograf zum Verlieben
Autor: Violet Truelove
Genre: Romanze
Erscheinungsdatum: 21. Januar 2015
Preis: 10,99€ (Print)
               2,99€ (E-Book)
ISBN: 978-1507658369
 
 
Inhalt
 
Als der Starfotograf Aiden Innings herausfindet, dass seine Freundin eine Abtreibung hatte, lösen sich seine Träume von einer eigenen Familie in Luft auf. Der Vertrauensbruch sitzt tief, und Aiden flüchtet sich in belanglose Affären, um über die Enttäuschung hinweg zu kommen. Erst als die schöne, verletzliche Hope in das Leben des Fotografen tritt, gelingt es Aiden sich seinen Dämonen zu stellen. Doch auch Hope leidet noch immer unter ihrer Vergangenheit. Kann Aiden Hopes Vertrauen gewinnen? Oder sind die Schatten der Vergangenheit stärker als die junge Liebe?
 
 
Autor
 
Violet Truelove ist das Pseudonym einer Autorin, die sich auf "Chick-Lit" Romane spezialisiert hat. Ein Roman ist für sie gut, wenn der Leser gelacht und geweint hat. Den Anspruch hat sie selbstverständlich auch an ihre eigenen Bücher. Sie liebt das Surfen, das Schreiben, das Fotografieren, ihren Mann und ihre Kinder ... nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge. Zur Zeit arbeitet sie an weiteren Romanen und an sich selbst.
 
 
Meine Meinung
 
Wer 'Ein Surfer zum Verlieben' gelesen hat, wird den Fotografen Aiden bereits kennen. 'Ein Fotograf zum Verlieben' erzählt seine Geschichte und dürfte deshalb für alle interessant sein, die Aiden sympathisch fanden.
Laut der Autorin kann man das Buch auch lesen ohne 'Ein Surfer zum Verlieben' gelesen zu haben. Das mag an sich stimmen, aber es wäre schon von Vorteil es zu kennen. Einige Szenen versteht man um einiges besser, wenn man die entsprechenden Vorkenntnisse hat.
Violet Truelove hat mit diesem Buch bewiesen, dass sie ihrem Stil treu bleibt. Das Buch ließ sich gut und flüssig lesen und stellenweise war es sogar richtig lustig.
Die Handlung ist wieder eher etwas für Zwischendurch als tiefgründig. Die Autorin schneidet zwar recht ernste Themen an, kratzt dabei aber eher an der Oberfläche. Näher auf diese sehr ernsten Themen einzugehen hätte nicht zum Buch gepasst, also ist es okay. Man sollte sich dessen nur bewusst sein, wenn man beginnt dieses Buch zu lesen.
Hope und Aiden sind tolle Protagonisten. Sie sehen nach außen vollkommen hart und selbstbewusst aus, dieser Eindruck wird durch ihr Erscheinungsbild und ihr Auftreten verstärkt. Doch wenn man sie näher kennenlernt, dann erkennt man wie sensibel beide sind.
Hope hat sehr schlimme Dinge erlebt. Als Leser verstand ich ihre Zurückhaltung sehr gut und es tat mir leid, dass sie all das durchmachen musste und sich einfach niemandem anvertrauen konnte bzw. auch wollte.
Aiden hat in der Vergangenheit ebenfalls einige derbe Tiefschläge einstecken müssen. Der Vertrauensmissbrauch seiner Ex-Freundin nimmt ihn noch immer sehr mit und verliebte Paare meidet er am liebsten. Trotz allem ist er von Hope sofort sehr angetan.
Ein weiterer Charakter, der eine größere Rolle in der Geschichte einnimmt ist Raphael. Er ist Hopes Bruder und ein typischer Teenager mit allem was dazu gehört. Ich mochte ihn nicht sonderlich, weil Einfühlungsvermögen definitiv nicht zu seinen Stärken gehört und ihm außer Sex kaum etwas wichtig ist. In seinem Alter sollte er schon mehr Verstand haben und sich nicht wie ein trotziger 13-jähriger Verhalten, denn genau so wirkte er auf mich.
Es fiel mir anfangs recht schwer in die Geschichte einzusteigen. Egal wie sehr ich versuchte mich auf das Geschehen einzulassen, es ging einfach nicht. Gerade in der ersten Buchhälfte kamen oft Szenen vor, die ich entweder unnötig fand, oder uninteressant. Ich mag Lindsay und Warden aus 'Ein Surfer zum Verlieben' wirklich gerne, aber in dieser Geschichte sollten sie nur Nebenfiguren sein und ich hatte irgendwie das Gefühl, als wäre es schwer für die Autorin sich von ihren liebgewonnen Figuren zu trennen und ihre Aufmerksamkeit einem anderen Charakter zuzuwenden. Erst ab der zweiten Hälfte gelang das der Autorin richtig gut und ab da wurde das Buch auch für mich so interessant, dass ich es nicht mehr aus den Händen legen konnte. Ich war plötzlich in der Handlung gefangen und konnte das Buch erst wieder weglegen, als ich fertig war. So sollte es sein und so macht das Lesen dann auch Spaß.
Insgesamt ist die Geschichte um Aiden und Hope auch wirklich schön und mit dem Ende bin ich ebenfalls sehr glücklich.
Betrachte ich nun alles zusammen, dann muss ich leider ein paar Abzüge aufgrund der schwachen ersten Buchhälfte machen. Das Geschehen danach reißt das Ruder aber um und deshalb bekommt 'Ein Fotograf zum Verlieben' trotz allem 4 Sternchen von mir, auch wenn die Tendenz eher zu den 3,5 Sternchen geht (dafür war es dann aber doch zu gut).
Auf das nächste Buch 'Ein Rockmusiker zum Verlieben' bin ich schon sehr gespannt und ich hoffe, es gefällt mir dann wieder etwas besser als dieses hier.
 
 

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