Donnerstag, 16. Juli 2015

Rezension zu 'Frauen sind auch bloß Männer'

Cover © Lilly Panther
Titel: Frauen sind auch bloß Männer
Genre: Chick Lit
Erscheinungsdatum: Mai 2015
Preis: 1,99€ (E-Book)
 
 
Inhalt
 
Für April Moon sind Männer so ungefähr das Nützlichste seit der Erfindung des runden Teebeutels. Das beweist sie auch wöchentlich in ihrer Kolumne. Dumm nur, dass ausgerechnet an dem Abend, als sie in aller Ruhe (allein!) in ihrem Lieblingsrestaurant speisen möchte, ein besonders ausgereiftes Exemplar dieser Gattung auftaucht: Christopher Sun, Kolumnist des Männermagazins Machoman, selbstredend eingefleischter Macho. Also wäre das nicht schon schlimm genug, stellt sich auch noch heraus, dass beide den gleichen Tisch reserviert haben. Da keiner von beiden zurückstecken will, sind sie gezwungen, den Abend miteinander zu verbringen. Es dauert keine Minute, da fliegen die Fetzen − und das ist erst der Anfang …
 
Autor
 
Lilly Panther:
- sitzt bei Regen am liebsten unter einer gestreiften Markise
- würde gern mal in Schokolade baden
- hätte viele Freunde, wenn sie sich drum kümmern würde
- kann Gefühle zeigen (z.B. als Charlie Sheen aus Two And A Half Men ausgestiegen ist)
- streitet gern, wenn man ihr die Gelegenheit gibt, recht zu behalten
- nimmt sich oft vor, die Haare offen zu tragen, macht dann aber doch einen Zopf

 
Meine Meinung
 
'Frauen sind auch bloß Männer', wenn man den Titel liest, dann bekommt man schon eine Ahnung davon in welche Richtung dieses Buch schlägt. Ich würde sagen, es ist ein typischer Chick Lit Roman mit allem drum und dran.
Allein die Namen der beiden Hauptprotagonisten brachten mich zum Schmunzeln. Miss Moon und Mr. Sun, zwei Personen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Man kann sich vorstellen, dass es bei ihren Aufeinandertreffen ordentlich zur Sache geht und das meine ich nicht im erotischen Sinn. Beide sind sie intelligent und äußerst schlagfertig, da bleibt keine humorvolle Gemeinheit ungesagt.
Das Buch bedient so einige Klischees und ist sehr vorhersehbar, aber bei so leichter Lektüre nehme ich das gerne in Kauf. Die Hauptsache ist, dass es mich unterhält und das hat es definitiv. Wie könnte es auch nicht.
April Moon ist eine sehr amüsante Frau. Sie ist sehr stur und beharrt festgefahren auf ihre Meinung. Hat sie sich erst einmal ein Bild von einer Person gemacht, dann lässt sie sich nur schwer vom Gegenteil überzeugen.
Bei Christopher Sun ist es etwas schwerer eine Einschätzung zu wagen. Er ist arrogant, selbstverliebt und auf den ersten Blick ein Arsch. Doch irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass da mehr in ihm steckt. Er ist ein sehr interessanter Charakter und schafft es locker den Leser neugierig zu machen.
Mit Lilly Pathers Schreibstil kam ich sehr gut klar. Er ist einfach, humorvoll und gut verständlich. Die viele wörtliche Rede am Anfang war ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber das änderte sich dann zum Glück. Der einzige Kritikpunkt, und der störte mich wirklich sehr, ist die Tatsache, dass die Autorin es nicht schaffte den Charakteren ein klares Bild zu geben. Bei Christopher Sun gelang es einigermaßen, aber zu April Moon hatte ich kein klares Bild vor Augen und das fand ich sehr schade. Mir hätte das Buch ein bisschen besser gefallen, wenn es diesen Kritikpunkt nicht gäbe.
Wenn ich nun also darüber nachdenke, dann komme ich im Gesamtergebnis trotz meiner kleinen Kritik auf gute 4 Sternchen und eine Leseempfehlung für Leute, die gerne ein wenig abschalten und dabei herzhaft lachen möchten.

 
Vielen Dank an Lilly Panther für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
 

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen