Freitag, 28. August 2015

Rezension zu 'Sephonie - Zeit der Engel'

Cover und Leseprobe © Bookshouse
Titel: Sephonie – Zeit der Engel
Autor: Jennifer Wolf
Genre: Fantasy, Romantik
Verlag: Bookshouse
Erscheinungsdatum: April 2014
Preis: 15,99€ (Print)
               6,49€ (E-Book)
ISBN: 978-9963525973
 
 
Inhalt
 
Kikis Großmutter sprach viel von Engeln, als sie noch klein war. Sie schenkte ihr sogar einen Anhänger des Engels Cassiel, mit dem Versprechen, dass er immer für sie da sein würde, wenn sie traurig wäre. Von ihren Eltern ignoriert, wird Kiki nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter ins Internat abgeschoben. Als sie eines Nachts zum Nachdenken auf dem Dach des Gebäudes sitzt, begegnet sie Raphael. Kiki ahnt nicht, dass Raphael in Wahrheit ausgerechnet der Engel Cassiel ist. Sie allein kann ihm und den letzten Engeln helfen, den Himmel zu retten. Was hat Großmutter ihr verschwiegen?
 

Autor
 
Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben.
 
 
Meine Meinung
 
Diesmal habe ich mich dem Buch 'Sephonie – Zeit der Engel' angenommen. Das hatte genau zwei Gründe, zum einen liebe ich Bücher mit Engeln und zum anderen liebe ich die Bücher von Jennifer Wolf.
Der Versuch diese Rezension sachlich und nüchtern zu schreiben wird mir nicht gelingen, denn ich werde mit Sicherheit mit Lob und Verehrung um mich schmeißen. Wie könnte ich auch nicht, das Buch war einfach unglaublich.
Mit Jennifer Wolfs Stil bin ich ja mittlerweile vertraut und wie auch schon beim ersten Buch, das ich von ihr las, tauchte ich sofort in das Geschehen ein. Fieberte mit den Protagonisten mit, litt mit ihnen, weinte mit ihnen und freute mich mit ihnen.
'Sephonie' war wieder ein Buch, das man nur ganz schwer aus der Hand legen konnte. Allein die Thematik begeisterte mich – Ich liebe Engel! Meistens war das Buch wirklich sehr lustig, ich habe stellenweise sogar Tränen gelacht. Dann wieder war das Buch sehr bedrückend und auch wenn ich gehofft hatte, diesmal von einer emotionalen Berg- und Talfahrt verschont zu bleiben, wurde ich da eines besseren belehrt. Die Autorin stößt einen vom Himmel in die Hölle und katapultiert ihn dann wieder zurück. Das alles geschieht in einer Wahnsinns-Geschwindigkeit, so dass einem schwindelig wird. Also Emotionalität liegt der Autorin unglaublich gut, das muss man ihr lassen.
Die Protagonisten waren durch die Reihe weg einfach einzigartig, liebenswert und lustig. Es gibt so unglaublich viele Personen, die für das Buch wichtig sind und es wird wohl zu viel sie alle zu nennen und zu beschreiben, aber Kiki und Raphael sollten besonders hervorgehoben werden.
Kiki heißt eigentlich Kira und hat in ihrem Leben schon so einiges durchgemacht. Von ihren Eltern erfuhr sie keine Liebe und ihre einzige Stütze war ihre Oma. Als diese dann aber starb brach für Kiki eine Welt zusammen. Sie war einsam, traurig und zog sich zurück. Dadurch, dass sie schon immer ein bisschen anders war, hatte sie nie wirklich Freunde, auch wenn sie gerne welche gehabt hätte. Durch die ganzen Enttäuschungen ist sie sehr vorsichtig geworden. Doch das Treffen mit Raphael verändert ihr komplettes Leben.
Bei Raphael verhält es sich ähnlich, wenn auch in einer anderen Form. Als Engel hat er eine schwere Aufgabe zu erfüllen und die belastet ihr sehr. Auch ihm fällt es sehr schwer Nähe zuzulassen. Sein Treffen mit Kiki ändert auch für ihn so einiges und für mich als Leserin war es wirklich schön die Veränderungen bei ihm, aber auch bei Kiki zu verfolgen.
Wie schon erwähnt gäbe es noch eine Menge anderer Protagonisten, die ich während des Lesens sehr ins Herz geschlossen habe, so z.B. Kikis verrückte Mitbewohnerin Gina, oder ihre beiden schwulen Freunde Marc und Colin. Ganz besonders werden mir auch Raphaels 'Geschwister' in Erinnerung bleiben, denn auch sie waren tolle Persönlichkeiten.
Bei dem ganzen Auf und Ab in der Handlung, bekam ich bei dem Gedanken an das Ende regelrecht Beklemmungen. Kann so eine Geschichte denn überhaupt gut ausgehen? Ich verrate euch nicht wie es ausgeht, das müsst ihr schon selber lesen. Das einzige, das ich euch verrate ist, dass das Ende zur Handlung passte und mich noch eine ganze Weile beschäftigen wird.
'Sephonie – Zeit der Engel' hat mich begeistert, erschüttert und ich liebe es, deshalb vergebe ich die volle Sternchenzahl.



 

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