Montag, 28. September 2015

Rezension zu 'Venetian Vampires - Kinder der Dunkelheit'

Cover © Oldigor Verlag
Titel: Venetian Vampires – Kinder der Dunkelheit
Genre: Fantasy, Romantik
Erscheinungsdatum: November 2013
Preis: 16,90 (Print)
               5,99€ (E-Book)
ISBN: 978-3943697582
 
 
Inhalt
 
Sabine reist ins winterliche Venedig, um zu vergessen. Vor allem die schmerzhaften Blessuren auf ihrem Körper und ihrer Seele, die ihr eifersüchtiger Exfreund ihr zugefügt hat. In der magischen Stadt, in der aus jeder Ecke die Stimmen der Vergangenheit wispern, kann sie wieder frei atmen. Dort begegnet sie dem dunklen, geheimnisvollen Luca, der ihr bereits an ihrem ersten gemeinsamen Abend auf seine Art - das Leben rettet. Doch Luca hütet ein faszinierendes und doch bedrohliches Geheimnis. Sabine wird in einen Strudel aus unfassbaren Geschehnissen verstrickt, aus dem sie sich nicht befreien kann und will. Viel zu schnell verfällt sie Lucas Reizen ...
 
 

Autor
 
Gabriele Ketterl wurde in München geboren, wo sie auch heute wieder mit ihrer Familie lebt. Sie studierte Amerikanistik und Theaterwissenschaften an der Ludwig Maximilians Universität, München.
 
Inspiration für ihre Geschichten sammelte sie durch zahlreiche Auslandsaufenthalte (Los Angeles, London, Madrid, ...).
Über zwei Jahre lebte sie auf den Kanarischen Inseln und mit dem Kurzroman "Mitternachtsflut" gelang ihr 2012 eine romantische Liebeserklärung an ihre zweite Heimat Teneriffa.
 
 
Meine Meinung
 
Nach meinem ersten Buch von Gabriele Ketterl war ich unglaublich gespannt mit was ich in ihrer 'Venetian Vampires'-Trilogie überrascht werde. Meine Erwartungen waren sehr hoch, denn nach 'Liebe ohne Morgen' konnte ich einfach nicht mit geringen Erwartungen ans Lesen gehen.
Um jetzt ganz ehrlich zu sein, war ich am Anfang ein wenig … na ich nenne es mal enttäuscht. Der Beginn hat mich nicht so wirklich umgehauen, aber ich war noch lange nicht soweit gleich das Handtuch zu werfen. Also las ich weiter und als dann die Erzählung in der Gegenwart ankam, man Sabine kennenlernte und sie nach Venedig kam, da ging es dann auch richtig los. Die Autorin zog mich mit jeder weiteren gelesenen Seite mehr in den Bann des Geschehens.
Mit den über 500 Seiten und der Handlung, ist das Buch aber absolut nichts für Zwischendurch. Es ist meiner Meinung nach schon recht anspruchsvoll und man muss die ganzen Personen und Begebenheiten erst einmal richtig in den Kopf bekommen, um ein klares Bild vor Augen zu haben.
Durch ihren absolut fesselnden Schreibstil schafft es Gabriele Ketterl aber ganz wunderbar den Leser zu verzaubern und in ihre Welt zu entführen. Das gesamte Buch war durchgehend interessant und spannend. Die meiste Zeit war es so unvorhersehbar, dass ich von einer Überraschung in die nächste schlitterte. Die gesamte Handlung ist vielschichtig, komplex und doch immer einleuchtend.
Von Anfang bis Ende ist Gabriele Ketterls Schreibstil bildgewaltig und gefühlvoll. Mir wurde mit diesem Buch erneut gezeigt, dass diese Autorin es schafft einen Platz in den Top Ten meiner Lieblingsautoren zu bekommen.
Doch nicht nur der Schreibstil und die Handlung haben dieses Buch so gut gemacht, sondern vor allem auch die Protagonisten, die ich allesamt sehr mochte.
Mit Sabine und Luca bekommt man zwei wirklich tolle Hauptprotagonisten, die man sehr schnell ins Herz schließt. Eigentlich sollten sie beim Leser den größten Sympathieanteil bekommen, doch wenn ich ehrlich bin, dann gibt es da ein paar Nebencharaktere, die den beiden problemlos den Rang streitig machten. Vor allem Außenseiter Stefano, Fürstentochter Samira und, man mag es kaum glauben, 'Bösewicht' Ares haben es mir besonders angetan. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass das nicht nur mir so ging.
Alle Charaktere haben zum Teil sehr Schlimmes erlebt und das hat ihr Wesen geformt. Die meisten von ihnen scheinen auf den ersten Blick zu perfekt. So als haben sie keine Fehler und wären viel zu höflich und zuvorkommend. Das täuscht allerdings, denn wenn man genau liest, dann erkennt man die vielen Kleinigkeiten, die den Charakteren ihre Tiefe geben und die sie zu ganz einzigartigen Persönlichkeiten machen.
Wenn ich das Buch jetzt im Gesamtpaket betrachte, dann holt man sich mit 'Venetian Vampires – Kinder der Dunkelheit' ein wahrhaft einzigartiges Buch ins Haus, das mit vielen neuen Ideen aufwartet und den Leser mit einer Menge tollen Details das Lesen versüßt. Selbst der etwas schwierige Start, den ich mit dem Buch hatte, ergibt im Nachhinein natürlich Sinn und war wichtig für das Gesamtgefüge.
Das Buch ist absolut toll und deshalb bekommt es von mir eine klare Leseempfehlung und volle 5 Sternchen.




 

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