Samstag, 31. Oktober 2015

Rezension zu 'Plötzlich Fee - Winternacht'

Cover © Heyne Verlag

Titel: Plötzlich Fee - Winternacht
Autor: Julie Kagawa
Genre: Fantasy
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 03. Oktober 2011
Preis: 16,99€ (Gebundene Ausgabe)
ISBN: 978-3453267220
 
(Eventueller Spoiler, da es der zweite Band einer Reihe ist.)
 

Inhalt
 
So richtig hat Meghan noch nie irgendwo dazugehört: Halb Mensch, halb Feenprinzessin steht sie immer zwischen den Welten. Während sich im Feenland Nimmernie ein Krieg zwischen Oberons Sommerhof und dem Reich der Winterkönigin Mab anbahnt, spitzt sich Meghans Lage zu: Als Gefangene des Winterreichs in all seinem eiskalten, trügerischen Glanz sieht sie das Unheil in seinem ganzen Ausmaß heraufziehen, kann aber nichts unternehmen. Ihre magischen Fähigkeiten scheinen mit jedem Tag zu schwinden, und niemand glaubt ihr, dass die gefährlichen Eisernen Feen, Geschöpfe von unglaublicher Macht, längst darauf lauern, Nimmernie zu unterjochen. Denn keiner hat die dunklen Feen, die selbst Mabs Grausamkeit in den Schatten stellen, je gesehen. Nur Meghan – und Ash, der Winterprinz, dem Meghan ihr Herz schenkte und der sie verlassen hat …
 
 
Autor
 
Schon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben: Langweilige Schulstunden vertrieb sie sich damit, all die Geschichten festzuhalten und zu illustrieren, die ihr im Kopf umher spukten - nicht gerade zur Freude ihrer Lehrer. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie später ihr größtes Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann in Louisville, Kentucky.
 
 
Meine Meinung
 
Nachdem 'Sommernacht' ja wirklich sehr gemein endete, freute ich mich sehr auf das Lesen von 'Winternacht'.
Julie Kagawas Stil sorgt, wie auch schon im ersten Band, für einen schnellen und leichten Einstieg in das Geschehen. Für die Leser, die zwischen Band 1 und 2 eine längere Pause haben, werden geschickt einige Dinge aus 'Sommernacht' erklärend zusammen gefasst, so dass man wieder weiß, was damals passierte. Es war herrlich wieder ins 'Nimmernie' zu kommen und mich in ein neues Abenteuer mit den bekannten und auch ein paar unbekannten Charakteren zu stürzen.
Der Anfang zog sich diesmal ein wenig. Das lag vor allem an der Situation von Protagonistin Meghan, die ja eine Gefangene war. In so einer Gefangenschaft passiert nicht wirklich besonders viel und auch wenn gelegentlich eine Szene kam, die die Gefühlswelt von Meghan und die des Lesers auf den Kopf stellte, war der Anfangspart für mich der Schwächste des ganzen Buches.
Das zog sich bis zu einer entscheidenden Wendung und ab da war es, als überschlugen sich die Ereignisse. Man bekam für eine ganze Weile kaum noch eine Atempause. Kämpfe, Gefühlschaos und neue Erkenntnisse gaben sich praktisch die Klinke in die Hand. Als es dann endlich wieder etwas ruhiger wurde, war ich eigentlich schon ein wenig erleichtert, denn so konnte ich alles was ich erfahren hatte ein wenig verarbeiten und mir Gedanken machen, wie das alles in das Gesamtbild passt.
Natürlich steigt die Spannung dann auch wieder, aber diesmal nicht von jetzt auf gleich, sondern langsam und so, dass man zum Höhepunkt des Buches hinfiebern kann.
Einige Wendungen waren vorhersehbar, andere überraschten mich sehr und alles in allem war es eine perfekte Mischung.
Diesmal kann ich mich nicht mal über die Gefühle von Ash zu Meghan beschweren, denn in 'Winternacht' bekam ich endlich die Erklärungen, die ich brauchte.
Insgesamt verstand ich die Protagonisten diesmal besser und sie wurden mir sogar noch sympathischer, weil sie einige unglaubliche Entwicklungen durchmachen.
Meghan verändert sich wohl am meisten. Anfangs ist sie noch so, wie man sie aus 'Sommernacht' kennt, doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto stärker und selbstbewusster wird sie. Ich finde sie wirklich toll und es macht Spaß an ihrer Seite das Geschehen des Buches zu erleben.
Ash redet diesmal auch mehr über seine Gefühle und deshalb sind Gesten und Handlungen von ihm viel verständlicher (na ja, mehr oder weniger). Ich finde es toll, ihn als Verbündeten an Maghans Seite zu sehen und seine wenigen gefühlvollen Momente lassen auch den kühlen Eispanzer langsam schmelzen, den er für uns Leser immer zu tragen scheint.
Als letzten haben wir noch Puck … nun ja, ich finde er ist wie immer. Doch langsam kristallisiert sich heraus, dass er mit seinen Streichen und den Witzen sein eigentliches Selbst versteckt. Gelegentlich bekommt man einen kleinen Blick auf den wahren Puck und den finde ich sogar noch besser, als den, der er vorgibt zu sein.
Die Dialoge zwischen den Protagonisten waren wieder richtig toll und vor allem die Wortgefechte zwischen Puck und Ash sind grandios und humorvoll, auch wenn sie meist ein wenig einseitig ausfallen. Die nüchterne Art von Grimalkin, der Katze, sorgt bei mir als Leser auch für einige Erheiterung und ich hoffe ihn im dritten Band ebenfalls wiederzusehen.
Das Buch endet, wie auch schon der letzte Band, nicht sehr befriedigend und eigentlich würde ich am liebsten sofort weiterlesen.
Wie auch schon beim letzten Mal vergebe ich überzeugte 4,5 Sternchen, denn ich fand ihn schon ein wenig besser als Band 1, doch für die kompletten 5 reicht es noch immer nicht ganz aus. Ich lasse mich allerdings im nächsten Band überraschen und hoffe, dass dann endlich der letzte Kick auch da ist.
 
 

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