Freitag, 5. Februar 2016

Rezension zu 'Ein totes Leben'

Cover und Leseprobe © Bookshouse
Titel: Ein totes Leben
Genre: Thriller
Verlag: Bookshouse
Erscheinungsdatum: März 2015
Preis: 12,99€ (Print)
             4,99€ (E-Book)
ISBN: 978-9963527991
 
 
Inhalt
 
Ein Unbekannter, der Kinder aus ihren Betten entführt.
Ein Kommissar, der den Halt im Leben verloren hat.
Ein Fall, in dem jede Entscheidung ein Leben kosten kann.

Das spurlose Verschwinden eines kleinen Jungen, dessen Schicksal nie aufgeklärt werden konnte, hat Hauptkommissar Jonathan Weitzäcker in tiefe Depressionen gestürzt. Nach zwölf Monaten wieder für diensttauglich erklärt, kehrt er in seinen Beruf zurück. Kurz darauf verschwindet ein weiterer Junge unter nahezu identischen Umständen. Jonathan Weitzäcker nimmt den Kampf gegen die Zeit und seine Krankheit auf – und gegen einen Täter, der mehr als nur ein Leben zerstört.
 

Autor
 
Dominik Seiberth wurde 1989 in der Nähe von Heidelberg geboren. Nach seinem Abitur absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem kleinen Dorf im Western Cape, Südafrika. 2010 begann er mit einem Studium der Psychologie.
Aktuell studiert er M.Sc. Psychologie (Schwerpunkt Sozial- und Kognitionspsychologie) an der Universität Mannheim. Neben dem Studium schreibt er bevorzugt in den Genres Thriller, Young Adult und Phantastik.
 
 
Meine Meinung
 
Diesmal wagte ich mich an ein neues Genre. Thriller interessierten mich bisher nur bedingt, aber ich bin ja immer wieder für neue Dinge offen und so wagte ich dieses Experiment.
Ich war sehr überrascht, wie leicht es mir fiel diesen ersten Ausflug in den nervenaufreibenden Bereich der Literatur zu verarbeiten. Wenn ich ehrlich bin, dann hatte ich es mir heftiger vorgestellt.
Das Thema dieses Buches machte mir vor dem Lesen ein wenig Angst, das muss ich zugeben. Ich habe immerhin selber Kinder und das schlimmste, eins meiner Kinder heißt genauso, wie einer der beiden verschwunden Jungen im Buch. Ihr könnt euch also vorstellen wie beklemmend mein Gefühl beim Lesen war.
Zu Beginn fiel mir natürlich sofort auf, wie unglaublich toll sich das Buch lesen ließ. Der Schreibstil des Autors ist leicht und wirklich sehr gut. Keine komplizierten Satzstellungen, keine Stolperstellen, es ging flüssig durch die Handlung, was es natürlich unglaublich einfach machte das Buch innerhalb kurzer Zeit zu verschlingen.
Als Hauptprotagonist lernt man Jonathan Weitzäcker kennen. Man merkt sofort, er ist eine Person mit Ecken und Kanten, was mir sehr gut gefiel. Er ist ein sehr intelligenter Mann und verdammt gut in seinem Job als Polizist. Nach seinem Zusammenbruch wirkt er trotz innerlicher Unsicherheiten sehr charakterstark. Er lässt sich trotz Schwierigkeiten nicht unterkriegen und geht zielstrebig seinen Weg. Als Hauptprotagonist passt er perfekt ins Buch und wirkt auf den Leser, aufgrund seiner kleinen Fehler, vollkommen authentisch.
Die Handlung war für mich, wie oben bereits erwähnt, eine Herausforderung. Doch trotz meiner anfänglichen Befürchtungen, war es nicht ganz so nervenaufreibend, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Spannung hielt sich in Grenzen, was vielleicht einerseits gut für mich war, mich andererseits aber auch ein wenig enttäuschte.
Richtig gut fand ich, dass, obwohl ich die Abläufe bei der Polizei in so einem Fall natürlich nicht kenne, sie auf mich vollkommen logisch und nachvollziehbar wirkten. Ich glaube bei einem Buch, dass sich sehr an die Realität hält, ist gerade das von besonderer Wichtigkeit.
Bei einigen Passagen musste ich das Buch kurzzeitig aus der Hand legen, einfach weil sie unglaublich grausam waren und es mir heiß-kalt den Rücken runter lief. Gewalt gegen Kinder setzt mir sehr zu, da ist es egal ob in den Nachrichten oder in fiktiv in einem Buch.
Nun komme ich zu einem Punkt, der mich am gesamten Buch am meisten gestört hat. Die Wendungen in der Handlung sind meist vollkommen unvorhersehbar, so weit so gut. Normalerweise finde ich das sehr gut, denn das steigert die Spannung. In diesem Fall gab es aber auch die negative Seite dieser unvorhersehbaren Wendungen. Als nämlich zum Ende hin die Auflösung kam, wer der Täter ist, da konnte ich das nur sehr schwer nachvollziehen. Es war mir aufgrund der Hinweise nicht möglich die Gedankengänge von Jonathan nachzuvollziehen. Das ist sehr schade, denn es nimmt dem Buch ein wenig der Glaubwürdigkeit, obwohl der Autor es bei allem anderen so wunderbar geschafft hat mich zu überzeugen, ist ihm dies mit dem Wichtigsten in seinem Buch leider nicht gelungen.
Doch auch wenn es ein paar Punkte in dem Buch gab, die mir nicht so ganz gefielen, ist es dennoch wirklich gut und hat mich auch sehr gut unterhalten. Außerdem werde ich aufgrund dieser Leseerfahrung jetzt bestimmt öfter mal zu einem Thriller greifen, denn anscheinend liegt mir dieses Genre doch ein wenig. Es war also eine prägende Erfahrung für mich und ich vergebe gerne 4 Sternchen und eine Empfehlung für 'Ein totes Leben'.


Ich bedanke mich ganz herzlich bei Dominik Seiberth und dem Bookshouse Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Ich fand das Buch total klasse :) Und gib es zu: so schlecht sind Thriller nicht :P LG Danni

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    1. Thriller sind völlig okay :) Ich bin nur so ein Liebe, Trubel, Leidenschaft Typ ;) Aber gelegentlich geht bestimmt auch mal ein Thriller :)

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